Superhelden

Justice League und The Avengers

Superman - der Film

Richard Donners Epos über den Mann aus Stahl aus dem Jahre 1978 zeigt, wie ein Film über einen Superhelden auch jene Zuschauer anzusprechen vermag, die schon seit langer Zeit keine Comics mehr gelesen haben. "Biopics" nennen die Amerikaner Filme über große Persönlichkeiten, Biografieverfilmungen nennt man sie weniger aufregend in unserem Kulturkreis. Nichts anderes ist Superman, auch wenn die Hauptfigur, nun ja, nicht gerade der Realität entsprungen ist. Die Geschichte des Filmes beginnt auf dem sterbenden Eisplaneten Krypton. Bevor der Planet explodiert, wird das Baby Kal-El von seinen Eltern (Vater ist Marlon Brando) in eine rettende Raumkapsel gesetzt und zur Erde geschickt, auf der die Rakete des Jungen in der Nähe des kleinen Städtchens Smallville (Kansas) einschlägt. Das kinderlose Ehepaar Kent (Ziehvater ist Glenn Ford) entdeckt den kleinen Jungen und zieht ihn fortan als seinen eigenen Sohn auf. Sie nennen ihn Clark und er entwickelt sich zu einem schüchternen jungen Mann (als Teenager dargestellt von Jeff East). Und genau in dieser Phase des Filmes gelingt es Donner, die Zuschauer für seine Hauptfigur einzunehmen: Der junge Clark ist ein Außenseiter, der von den anderen Schülern nicht respektiert wird. Als er eines Tages vollkommen allein auf einem Football-Feld steht, schießt er einen Ball bis hinter den Horizont. Es ist sein Schicksal, seine Fähigkeiten niemals offen als Clark Kent zeigen zu dürfen. Die zweite Hälfte des Filmes gehört dann dem erwachsenen Clark Kent (Christopher Reeve) - von dessen Leben als Journalist in der Stadt Metropolis, das seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, als er in einem Moment der Not sein berühmtes rot-blaues Cape überzieht und der Welt zum ersten Mal aus Superman erscheint. Spannend, romantisch und witzig (dank Gene Hackmans großartiger Darstellung des Bösewichts Lex Luthor), so großartig kann eine Comicverfilmung sein! Zudem verwirklichte die damalige Produktion aus dem Jahre 1978 ihren Werbespruch: "wenn Sie diesen Film sich anschauen, werden Sie glauben, dass der Mensch fliegen kann". Für die damalige Zeit ein wahnsinniger Aufwand für die Specialeffects, weshalb man sich den Film auch heute immer noch gut ansehen kann. Es sollten drei weitere Filme folgen bis Christoper Reeve die Rolle des Superman für immer ablegte.

Superman Returns

Wenn Richard Donners Film Superman aus dem Jahre 1978 die Zuschauer glauben ließ, dass ein Mensch fliegen kann, dann erinnert Bryan Singers Folgefilm Superman Returns aus dem Jahre 2006 einen daran, dass ein Superheldenfilm in der Lage ist, den menschlichen Geist zu erheben. Superman (gespielt von dem Newcomer Brandon Routh) kehrt zur Erde zurück, nachdem er fünf Jahre lang vergeblich nach seinem zerstörten Heimatplaneten Krypton gesucht hatte. Als sein Alter Ego Clark Kent ist er sehr darauf bedacht, zu seinem Job beim "Daily Planet" zurückzukehren und Lois Lane (Kate Bosworth) wieder zu sehen. Lois hat sich jedoch weiter entwickelt: sie hat mittlerweile einen Verlobten (James Marsden), einen Sohn (Tristan Leabu) und einen Pulitzer Preis, den sie für ihren Artikel "Weshalb die Welt Superman nicht braucht" erhielt. Als wäre das nicht genug, plant Supermans alter Erzrivale Lex Luthor (Kevin Spacey) die größte Landübernahme der Geschichte. Bryan Singer, der unter Comic-Heft-Freunden für seine Arbeit an den X-Men-Filmen einen guten Eindruck hinterließ und für Kevin Spacey auch bei "Die üblichen Versächtigen" als Regisseur tätig war, erweist dem ältesten Superhelden der Welt seinen Respekt und lässt ihn zugleich in einem neuen Blickwinkel erscheinen. Er leiht sich die großartige Titelmusik von John Williams und die Stimme von Marlon Brando als Jor-El, und die Geschichte, die von Singers X-Men-Mitarbeitern Michael Dougherty und Dan Harris stammt, erscheint wie eine Art Fortsetzung der ersten beiden Superman-Filme (vorausgesetzt, man ignoriert, dass es jemals einen Teil drei und vier gab). Die humorvollen und romantischen Anklänge verleihen dem Film Herz, Singers Art-Deco-Metropolis ist oftmals atemberaubend, Spacey wirkt als Lex Luthor sowohl lustig als auch bösartig, und Parker Posey hat als Luthors Gespielin Kitty die besten Sprüche drauf. Aber Kate Bosworth wirkt mit ihren dreiundzwanzig Jahren zu jung als Lois, nachdem fünf Jahre vergangen sind. Es ist auch nett, Noel Nell, Jack Larson (beide aus der klassischen US-Serie "The Adventures of Superman" aus den fünfziger Jahren) und Eva Marie-Saint zu sehen. Superman Returns ist eines jener Projekte, an dem scheinbar ewig herumgefeilt wurde, aber es war das Warten wert - es ist der beste Superheldenfilm seit "Spiderman 2" und "Die Unglaublichen". Trotzdem gab es von diesem Film keine Fortsetzung.

Superman - Man of Steel

Diese Neuverfilmung von Superman, die von Zack Snyder initiiert wurde, versucht den Urvater aller Superhelden realistischer darzustellen, als dies in den Vorgängerfilmen der Fall war. Dies wurde zum einen durch die neue 3D-Technik und zum anderen durch rasend schnelle Aktionszenen versucht umzusetzen. Als Produzenten firmiert Christopher Nolan, der bereits "Batman" zu einem neuen Höhenflug verhalf. Und das sieht man dem Film auch an. Düster, nachdenklich, leidvoll ist die Story angelegt, selbst die Farbebene ist mit Blau-, Schwarz- und Brauntönen dunkel gehalten. In den Tiefen des Alls, auf Krypton, nimmt sie ihren Anfang. Der Planet ist dem Untergang geweiht. Der Wissenschaftler Jor-El (Russell Crowe) schickt seinen Neugeborenen, den späteren "Superman", Richtung Erde, um dessen Überleben zu sichern. Derweilen strebt der machthungrige General Zod (Michael Shannon) danach, die Herrschaft an sich zu reißen. Der Coup misslingt, Zod wird inhaftiert - und schwört seinem früheren Gefährten Jor-El Rache. Nahe an die DC-Comic-Geschichte hält sich das Skript für einige Zeit, um dann die ursprüngliche Geschichte doch anderes zu erzählen. Snyder bricht Zeit und Raum auf, führt den erwachsenen Clark Kent (Henry Cavill) als klassischen Drifter ein, der auf einem Fischerboot arbeitet, um dann in der Zeit zurückzuspringen, um von Clarks schwieriger Jugend auf der Farm seiner Zieheltern in Smallville (Kansas) zu erzählen. Geschickt werden die verschiedenen Handlungsfäden zusammengeführt, nach und nach tauchen alle bekannten Figuren auf - darunter Reporterin Lois Lane und ihr Chefredakteur Perry White (Laurence Fishburne). Dann, nach gut 90 Minuten, bricht das Inferno los, da General Zod auf der Erde ankommt. Superman tritt erstmals in seinem neuen, an die "Batman"- Montur erinnernden Gewand in Erscheinung. Zwischen Himmel und Erde findet die stets stark patriotisch gefärbte 3D-Action statt. US-Tugenden wie Mut und Freundschaft werden beschworen, wofür zuvorderst Vater Kent (Kevin Costner) steht. Allerdings reicht weder die Filmmusik von Hans Zimmer (früher: John Williams) noch die Rededuelle der Superhelden an die ursprüngliche Verfilmung heran. Auch die Aktionszenen sind so schnell gedreht worden, dass man sich den 3D-Effekt gut hätte sparen können. Genießen kann man sie nicht, man sieht lediglich kontinuierliche Explosionen und einstürzende Gebäude. Auch die ursprüngliche Comic-Geschichte wird verändert, da Lois Lane bereits Clark Cents wahre Identität kennt und sich sofort in ihn verliebt. So geht einiges an Brisanz der früheren Love-Story verloren. Trotzdem bleibt diese Verfilmung ein Muss für jeden Superhelden-Fan, da dieser Film neben einer Topbesetzung auch Superman durchaus realistischer darstellt, als dies frühere Verfilmungen vermochten.

Batman versus Superman - Dawn of Justice

Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von "Man Of Steel" Zerstörung auf die Erde: die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder - ob seiner Macht - als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt - moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) - für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Bat- und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe "Justice League" formieren. Zack Snyder, der erneut in diesem Superhelden-Spektakel Regie führt, hat hier die Grundlage die kommenden Filme rund um die "Justice League" gelegt. Die Liga der DC-Superhelden besteht aus einer Vielzahl der bekanntesten Größen der Comic-Geschichte, von denen Wonder Woman nun zum ersten Mal in Erscheinung tritt. Trotzdem wiederholt Zack Snyder seinen Fehler aus "Man of Steel", indem er bei Actionszenen lediglich eine pompöse Explosion an die nächste reiht, weshalb der Film teilweise wie eine Kette von Filmtrailern wirkt. Dagegen kommen intelligente Dialoge und persönliche Auseinandersetzungen der Filmhelden (die es in früheren Verfilmungen gab) zu kurz, die zudem zu Grimmig und ohne Humor durch den Film schreiten. Ein Lichtblick bietet allerdings die Performance von Jesse Eisenberg als Lex Luthor, der der Figur eine ähnliche Tiefe verleit, wie einst Heath Ledger als Joker. Der Film endet, indem er bereits eine Fortsetzung ankündigt. Man darf gespannt sein, ob dann wiederum Zack Snyder die Regie führen wird.

Justice League

In Zack Snyder's "Justice League" tut sich Bruce Wayne (Ben Affleck), nach dem selbstlosen Opfer von Superman (Henry Cavill), mit Diana Prince (Gal Gadot) zusammen, um ein Team von Metamenschen zusammenzustellen, das die Welt vor einer nahenden Bedrohung katastrophalen Ausmaßes schützen soll. Doch diese Aufgabe erweist sich als weitaus schwieriger, als Bruce gehofft hatte, denn jeder der Rekruten muss sich den Geistern seiner Vergangenheit stellen, um sich von alten Lasten zu lösen und schließlich gemeinsam eine einzigartige Liga von Helden zu gründen. Doch können Batman (Ben Affleck), Wonder Woman (Gal Gadot), Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und Flash (Ezra Miller) den Planeten noch vor den finsteren Plänen von Steppenwolf, DeSaad und Darkseid retten? Die Chemie in der Heldengruppe stimmt, die gut ausgewählten Darsteller harmonieren wunderbar, sodass die Frotzeleien zwischen den einzelnen Helden nicht nur glaubhaft und echt wirken, sondern zu echten Highlights werden. Einzige kleine Schwachstelle in der Gruppe ist Cyborg. Zwar hat der vom Theater kommende Newcomer Ray Fisher in der Rolle neben seinen vier etablierten Co-Stars auch starke Momente, leidet aber darunter, dass in dem mit Handlung und Figuren vollgestopften Superheldenfilm kaum Platz für die große Tragik seines Victor Stone bleibt. "Justice League" ist der solide Abschluss einer Trilogie – der Film hat dabei mehr Schwächen als der starke Auftakt "Man Of Steel" und deutlich mehr Stärken als der schwache Mittelteil "Batman V Superman". Allerdings ziehen sich die CGI-Schlacht viel zu lange hin, was eher eine ermüdende als begeisternde Wirkung hinterlässt. An die Erfolgsstory von "The Avengers" kommt er damit nicht annähernd heran. Der Film spielte trotzdem weltweit ca. 657,90 Millionen Dollar ein, davon etwa 229 Mio. in den USA. Ein zweiter Teil wurde bereits vor Veröffentlichung des Films geplant, ist aber momentan (Anfang 2022) auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Batman begins

Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce Wayne (Christian Bale) ebenso wie das Bild seiner Eltern, die in den Straßen von Gotham vor seinen Augen niedergeschossen wurden - ein Erlebnis, das seinem Leben eine radikal neue Richtung gegeben hat. Schuldgefühle und ohnmächtige Wut quälen ihn, nähren seine Rachegefühle, aber auch den Wunsch, das gemeinnützige Engagement seiner Eltern fortzuführen. Bruce, Erbe eines großen Industriekonzerns, hat jede Illusion verloren. Er verschwindet aus Gotham und reist unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er Unrecht bekämpfen und jene, die von der Angst anderer leben, selbst das Fürchten lehren kann. Wie verbrecherische Hirne funktionieren, lernt Bruce von seinem Mentor, dem geheimnisvollen Ducard (Liam Neeson). Dieser bringt ihm bei, Körper und Geist zu beherrschen, um so seinen Schwur zu erfüllen und den Kampf gegen das Böse aufzunehmen. Bald darauf versucht die mächtige Schattenliga Bruce für sich zu gewinnen. Sie wird von dem undurchsichtigen Ra's Al Ghul (Ken Watanabe) geführt und hat sich subversive Selbstjustiz auf die Fahnen geschrieben. Als Bruce nach Gotham zurückkehrt, leidet die Stadt unter hemmungsloser Korruption und unkontrollierbarer Kriminalität. Wayne Enterprises, einst der Familienhort menschenfreundlicher Geschäftsideale, wird jetzt von Chefmanager Richard Earle (Rutger Hauer) geleitet, den der Börsengang der Firma weit mehr interessiert als ihr soziales Engagement. Gleichzeitig muss Bruces Freundin aus Kindertagen, Rachel Dawes (Katie Holmes), als heutige Assistentin des Staatsanwalts eine schwere Niederlage einstecken: Selbst die berüchtigtsten Verbrecher kann sie nicht hinter Gitter bringen, weil das Rechtssystem von Abschaum wie Unterweltboss Carmine Falcone (Tom Wilkinson) unterwandert wird. Machtlos sieht Rachel zu, wie der prominente Psychiater Dr. Jonathan Crane (Cillian Murphy) Falcones Gangstern Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt - und dafür im Gegenzug bei seinen eigenen ruchlosen Machenschaften unterstützt wird. Auf einige Freunde kann Bruce Wayne sich verlassen: seinen treuen Butler Alfred (Michael Caine), Detective Jim Gordon (Gary Oldman) - er gehört zu den wenigen ehrlichen Cops in Gotham - und Lucius Fox (Morgan Freeman), der ihm in der Abteilung für angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises zuarbeitet. Mit diesen Gefährten kreiert Bruce Wayne sein imposantes Alter Ego: Batman, den maskierten Ritter. Mit Geschicklichkeit, Intellekt und einem Arsenal von High-Tech-Waffen tritt er an, um Gotham City aus der tödlichen Umklammerung der Unterwelt zu befreien. Der Film ist ein Reboot der Batman-Geschichte und erzählt den Batman-Mythos auf realistischere Weise neu, wofür er sich inhaltlich an keiner der vorherigen Verfilmungen aus den 1990er Jahren orientiert. Aus meiner Sicht die beste Batman-Verfilung aller Zeiten.

The dark knight

Gotham City braucht Batman noch immer. Eine Handvoll Imitatoren treibt ihr Unwesen, und meint es wohl gut, kann jedoch nichts ausrichten gegen das organisierte Verbrechen, das sich aus der Not heraus zu einem Syndikat zusammen geschlossen hat. Die Angst der Kriminellen vor dem echten Batman ist jedoch allgegenwärtig, also heckt der verrückte Joker (Heath Ledger in seiner vorletzten Rolle) einen Plan aus, der die Mafia wieder an die Spitze der Nahrungskette bringen soll. Doch die Motive des Jokers sind nicht so durchschaubar, wie die Mafiosi glauben. Regisseur und Co-Autor Christopher Nolan schuf mit seinem großartigen Batman Begins eine psychologische Auseinandersetzung mit der Figur des anonymen Rächers, dessen Kampf gegen das Böse vor allem ein Kampf gegen den Abgrund war, an den sein Ehrenkodex zu geraten drohte. In The Dark Knight gerät die ganze Stadt an diesen Abgrund. Der Joker macht sich einen Spaß daraus, seine zahlreichen Opfer nicht einfach zu töten, sondern sie in Ecken zu drängen, aus denen sie nur heraus kommen, indem sie ihre moralische Überlegenheit gegenüber diesem psychopathischen Mörder aufgeben. Ledger spielt ihn mit der Intensität eines verwundeten Tieres, die ihn zum perfekten Gegner für Christian Bales Batman macht. Ebenfalls aus dem bis in kleinste Nebenrollen umwerfend bestückten Ensemble heraus sticht Aaron Eckhart. In seiner Rolle als Staatsanwalt Harvey Dent personifiziert er das Dilemma der Menschen, die Gutes tun wollen, doch deren Werte angesichts des wuchernden Wahnsinns, der Allgegenwärtigkeit des Bösen, immer weiter an ihre Grenzen stoßen. Das Genre der Comicverfilmungen ist erwachsen geworden. Mit "The Dark Knight" erhält eine der spannendsten Figuren des Comic-Mainstreams ein weiteres spektakuläres Zelluloid-Denkmal. Christopher Nolan packt eine psychologisch komplexe Geschichte in ein lautes, spannendes Gewand und scheut sich nicht, Handlungsfäden tragisch enden zu lassen, wo die Geschichte es erfordert.

The dark knight rises

Acht Jahre ist es her, dass Batman die Schuld an Harvey Dents Tod auf sich genommen hat und verschwunden ist. Der einstige Held ist nicht mehr da, der Dunkle Ritter wurde zum Flüchtling. Doch der Plan von Bruce Wayne und Commissioner Gordon ging auf. Die Kriminalität in Gotham ging dank der neuen Gesetze Dents und der Weißen-Ritter-Aura des Staatsanwalts zurück, das organisierte Verbrechen hat keinen Platz mehr. Doch das alles ändert sich nun, denn die mysteriöse Selina Kyle tritt auf den Plan und treibt als Catwoman ihr Unwesen. Welche Agenda verfolgt sie mit ihren nächtlichen Einbrüchen? Noch viel gefährlicher ist allerdings die Ankunft von Knochenbrecher Bane. Der maskierte Terrorist hat den Plan Gotham City zu zerstören. Batman muss aus seinem selbstgewählten Exil zurückkehren, um es mit der neuen Bedrohung aufzunehmen. Doch er spielt damit dem kriminellen Genie Bane in die Karten, der den Dunklen Ritter ein für alle Mal vernichten will. Und hat Batman nach den Jahren im Ruhestand überhaupt eine Chance gegen den brutalen Muskelberg? The Dark Knight Rises bildet den epischen Abschluss zu Filmemacher Christopher Nolans Batman-Trilogie. Hochkarätige internationale Besetzung, die Schauplätze umfassen drei Kontinente - gedreht wird in den amerikanischen Städten Pittsburgh, New York und Los Angeles sowie in Indien, England und Schottland. Ein würdiger Abschluss der erfolgreichen Triologie mit einem überraschenden Ende.

Spider-Man

Fans von Marvel Comics warten schon seit dem Comic-Heft-Debüt von Spider-Man im Jahre 1962 auf diesen Kinofilm mit ihrem Helden. Das hat diesem Film geradezu unerfüllbare Erwartungen aufgebürdet, der als voller Erfolg gilt, obwohl er nicht so konsequent aus der Spandex-Ecke ausgebrochen ist wie Batmans Rückkehr oder X-Men. Tobey Maguire ist die ideale Besetzung für den bebrillten Peter Parker, einen Highschool-Streber mit persönlichen Problemen. Der Spandex-Anzug und die besonderen Fähigkeiten treten in Erscheinung nachdem er von einer genmanipulierten Spinne (in den Originalheften war sie noch radioaktiv verseucht) gebissen wird und sich in einen netzschwingenden Superhelden verwandelt. Er kommt jedoch zu der Erkenntnis, dass ihm diese Superkräfte auch nicht weiter helfen, wenn es darum geht, das hübsche Mädchen von nebenan (Kirsten Dunst) näher kennen zu lernen oder seinen Vormund (Cliff Robertson) vor der Gewalt auf der Straße zu schützen. Der Bösewicht der Geschichte ist der Vater seines besten Freundes (Willem Dafoe), ein Industrieller, der sich eine Dosis eines Experimentierserums verpasst, das ihn ganz Jekyll-und-Hyde-mäßig in den lachenden Green Goblin verwandelt, der bald einen Groll gegen Spider-Man hegt. Sam Raimi verleiht dem Ganzen ein strahlendes, luftiges, kinetisches Gefühl, mit herrlichen Luftaufnahmen von Spider-Man, wie er sich von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingt. Die Überarbeitung der Originalgeschichte von Stan Lee und Steve Ditko ist gelungen durch eine clevere Mischung aus Originaltreue (J.K. Simmons als der derbe Herausgeber J.J. Jameson ist das Ebenbild der Comic-Figur) und Verulkung (nach einer ausgedehnten Einleitung erscheint Spider-Man endlich beim untauglichen ersten Versuch mit einem Spinnenkostüm). Maguire und die unglaublich süße Dunst bringen eine gelungene zögerliche Teenie-Romanze zu Stande. Die zweite Hälfte jedoch, in der der Bösewicht in Erscheinung tritt, um dem Helden eine Aufgabe zu geben, ist nur aufregend, wenn sie auch gleichzeitig rührend ist.

Spider-Man 2

Mehr als nur ein paar Filmkritiker bezeichneten Spider-Man 2 als den "besten Superheldenfilm aller Zeiten" und es gibt keinen zwingenden Grund, dies zu bezweifeln - auf Grund des größeren Budgets, besserer Spezialeffekte und einer dynamischen, durch die einzelnen Charaktere vorangetriebenen Handlung, ist dieser Film noch ein Stückchen besser als Spider-Man in Bezug auf emotionalen Tiefgang und Einfühlungsvermögen gegenüber der Comicbuch-Vorlage. Der Oscargewinner für "Eine ganz normale Familie", Alvin Sargent, war der Drehbuchautor und der gefeierte Schriftsteller und Comicbuch-Experte Michael Chabon arbeitete an der Story, aber Regisseur Sam Raimis persönliche Beziehung zu diesem Thema erweckt Spider-Man 2 erst richtig zum Leben. Als ein Kernschmelzungsexperiment fürchterlich schief geht, verwandelt sich ein brillanter Physiker (Alfred Molina) in Spideys neueste Nemesis, den verrückten und mit mechanischen Tentakeln versehenen Doctor Octopus, welcher darauf versessen ist, sein Experiment zu beenden und dabei Spider-Man (Tobey McGuire) zu töten. Doch noch spannender ist das Dilemma, dem sich Peter Parker gegenüber sieht: Soll er sein der Verbrechensbekämpfung gewidmetes, belastendes, einsames Leben als Spider-Man weiterführen oder sich zusammen mit Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) der Liebe und Freude hingeben? Molina ist hervorragend als tragischer Bösewicht, der von seiner eigenen Erfindung beherrscht wird, und die Actionszenen sind wirklich atemberaubend - jedoch liegt der wahre Erfolg von Spider-Man 2 darin, dass die Prioritäten richtig gesetzt sind. Raimi und seine Autoren halten sich dank oder trotz der besten und größten in Hollywood verfügbaren Spielzeuge an die Vorgaben des Marvel-Comics, ehren somit die Erschaffer von Spider-Man Stan Lee und Steve Ditko und setzten die Messlatte für Spider-Man 3 beeindruckend hoch.

Spider-Man 3

Nach seinen letzten Heldentaten kann Peter Parker (Tobey Maguire) seine Berühmtheit als Spider-Man genießen: die Stadt liegt ihm zu Füßen und feiert ihn überschwänglich. Und auch privat scheint alles bestens zu laufen: Peter plant, seiner geliebten Mary Jane (Kirsten Dunst) baldmöglichst einen Heiratsantrag zu machen. Allerdings ziehen dunkle Wolken am Horizont auf: ein Meteorit geht in Manhattan nieder und aus seinem Kern bahnt sich eine schleimig-schwarze, amorphe Masse ihren Weg, die sehr bald in Peters Wohnung endet. Es handelt sich um einen Symbionten bzw. eine unbekannte Lebensform, die einen Wirt braucht, von dem sie Besitz ergreifen kann. So kommt bei Peter die dunkle Seite immer öfter zum Vorschein, was sich auch in den Zweikämpfen mit seinem Freund Harry widerspiegelt, der das Erbe seines Vaters als Kobolt antritt. Zusätzlich muss er sich mit dem Sandman Flint Marko (James Haden Church) auseinandersetzen, dem mutmaßlicher Mörder seines Onkels Ben, der durch ein Versehen in den Partikelbeschleuniger eines Forschungsinstituts gelangte und dadurch seine Gene mit Sand mixte. Spider-Man hat große Probleme den Sandman in seine Schranken zu weisen. Aber schon droht noch mehr Unheil: Peter bekommt in seinem Nebenjob als Pressefotograf Konkurrenz. Der smarte Eddie Brock (Topher Grace) versucht Peter beim "Daily Bugle" auszustechen. Und der skrupellose Verleger J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) scheint nicht abgeneigt, dem cleveren Newcomer eine Chance zu geben. Nachdem Peter sich von seinem Symbionten schmerzvoll getrennt hat, nachdem er sogar seiner Freundin weh tat, geht dieser auf Eddie Brock über, der zum Monster Venom mutiert und Spider-Man um jeden Preis töten will. Er verbündet sich mit dem Sandman, die Mary Jane entführen und Spider-Man den Krieg erklären. Den aber kann Spider-Man nur gewinnen, wenn er nicht alleine kämpft. Spider-Man 3 ist der würdige Abschluss einer der erfolgreichsten Comicadaptions-Trilogien aller Zeiten. Das dritte Abenteuer der Saga um Spinnenmann Peter Parker toppt die beiden Vorgänger in allen Belangen, auch wenn der Film immer wieder mit Überbevölkerung zu kämpfen hat, mit zu vielen Handlungssträngen und Figuren. Dafür bietet er noch einmal verbesserte Effekte und gefällt trotz seines Ernstes mit einem spielerisch leichten Ton, mit dem der Regisseur alle offenen Handlungsstränge zusammenführt.

Iron-Man

Wenn man Robert Downey Jr. in einer Hauptrolle besetzt, muss einem klar sein, dass man einen anderen Typen von Superheld kriegen wird. Und Iron Man ist anders, auf erfreuliche Art und Weise. Iron Man wurde schlau anhand der Marvel-Comicserie adaptiert und modernisiert, und in dem Film kreuzen sich die Wege des Milliardärs und Firmeneigentümers Tony Stark (Downey Jr.) und Terroristen aus dem Mittleren Osten. In einer superspannend inszenierten Sequenz erfindet Stark einen unzerstörbaren Anzug, der ihm die Flucht ermöglicht. Obwohl dem Film danach nie wieder diese präzise Rhythmik gelingt, bietet er dennoch eine Menge Unterhaltung, während der 'neue' Stark seiner Vergangenheit als Waffenfabrikant abschwört, seinen neuen Iron-Man-Anzug entwirft und damit sowohl seinen Geschäftspartner (Jeff Bridges in toller Form) als auch seine Assistentin (Gwyneth Paltrow) in Erstaunen versetzt. Regisseur Jon Favreau spielt erfrischend mit den Effekten, lässt es aber nie zu, dass sie die Überhand gewinnen, und es gibt immer einen albernen Gag oder einen slapstickartigen Knaller, der die Spannung wieder bricht. Downey Jr. darf nicht allzu sehr mit seinen bekannten Improvisationen glänzen, aber er bringt genug von seiner unvorhersehbaren Persönlichkeit mit ein, um das Ganze frisch zu halten. Und an alle Marvel-Fans: selbst wenn ihr wisst, dass der Gastauftritt von Stan Lee kommt, werdet ihr es nicht erahnen können, bis es tatsächlich so weit ist. Alles baut sich dann zu einer großartigen finalen Szene hin auf, und Downey liefert einen Schlusssatz, der sich einfach absolut richtig anfühlt. Von Kritikern wurde Iron Man, insbesondere Hauptdarsteller Robert Downey Jr., weitgehend gelobt. Der Film spielte an den Kinokassen weltweit über 585 Millionen US-Dollar ein, wurde mit einem MTV Movie Award und drei Saturn Awards ausgezeichnet und in zwei Nebenkategorien für den Oscar nominiert.

Iron-Man 2

Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron-Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James "Rhodey" Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt bedrohen. Mit "Iron Man" landete Jon Favreau 2008 einen weltweiten Blockbuster-Erfolg, der Robert Downey Jr. zum Hollywood-Superstar machte und die Latte hochlegte, wie unterhaltsam und zugleich anspruchsvoll Comic-Verfilmungen tatsächlich sein können. Die Fortsetzung baut auf das Original auf, erhöht den Actionquotienten und vertieft die Mythologie hinter der Figur. Mit Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Sam Rockwell und Don Cheadle wurden vier weitere Schauspielasse ins Team aufgenommen - perfektes Entertainment. Genau wie der Vorgängerfilm wurde auch Iron Man 2 in Eigenfinanzierung von der zu Marvel gehörenden Produktionsgesellschaft Marvel Studios produziert und ist Teil eines zusammenhängenden Universums, des "Marvel Cinematic Universe". Die Kritiken zu "Iron Man 2" waren etwas zurückhaltender als im Falle des ersten Teils, dennoch erhielt Hauptdarsteller Robert Downey Jr. wieder viel Lob. Der Film spielte an den Kinokassen weltweit über 623 Millionen US-Dollar ein, wurde mit einem Hollywood Award und einem People's Choice Award ausgezeichnet und in einer Nebenkategorie für einen Oscar nominiert.

Iron-Man 3

Er ist exzentrisch, genial, scharfzüngig - und doch nicht unbesiegbar. Das muss Tony Stark alias Iron Man erkennen, als er sich einem Gegner (Ben Kingsley) gegenübersieht, der keine Grenzen kennt. Nachdem dieser ihm all das, was Stark am Herzen liegt, genommen hat, begibt sich der geschlagene Held auf die leidvolle Suche den zu finden, der dafür verantwortlich ist - eine Reise, die seinen Mut und seine Standhaftigkeit auf eine harte Probe stellen wird. Mit dem Rücken zur Wand kann sich Stark auf seiner Mission nur noch auf seine eigenen Instrumente, seinen Scharfsinn und seine Instinkte verlassen, um jene zu schützen, die ihm am wichtigsten sind. Während er sich langsam wieder zu alter Form zurückkämpft, findet Stark die Antwort auf die Frage, die ihn insgeheim schon lange verfolgt: Macht der Mann den Anzug oder macht der Anzug den Mann? Amüsante und actionintensive Drittmission von Iron Man, der im Kampf gegen Terroristen und biotechnologisch aufgerüstete Superkrieger seine letzten Reserven aktivieren muss. Bei der Saturn-Award-Verleihung 2014 wurde der Film als Beste Comicverfilmung ausgezeichnet. Robert Downey Jr. erhielt eine Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller, Ben Kingsley wurde als Bester Nebendarsteller geehrt. Komponist Brian Tyler erhielt für seine Arbeit 2013 einen BMI Film & TV Award. In der Kategorie Beste visuelle Effekte waren Christopher Townsend, Guy Williams sowie Erik Nash und Daniel Sudick 2014 für den Oscar nominiert. Er war nicht nur der erfolgreichste Teil der Iron-Man-Reihe, sondern auch, abgesehen von den Avengers, der größte kommerzielle Erfolg von Robert Downey Jr. und der erfolgreichste Solo-Film des Superheldengenres. Er spielt weltweit 1,2 Milliarden US-Dollar ein.

The Avengers

Marvel's "The Avengers" ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Spielfilm aus dem Jahr 2012, der als Comicverfilmung auf dem Superheldenteam "The Avengers" (in früheren deutschen Übersetzungen „Die Rächer“) des Verlages Marvel basiert. Regie führte Joss Whedon, die Hauptrollen spielen Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Tom Hiddleston und Robert Downey Jr. Der Film wurde sowohl in 2D als auch in konvertiertem 3D veröffentlicht. "The Avengers" ist der sechste Film, der direkt in Eigenfinanzierung von der Produktionsgesellschaft Marvel Studios produziert wurde. Er ist Teil des Franchise Marvel Cinematic Universe. In den letzten Jahren fanden diverse Superhelden des breiten Marvel-Universums in einzelnen Filmen ihre Betrachtung. Nachdem die Zuschauer mit "Iron Man", "Der unglaubliche Hulk", "Captain America: The First Avenger" und "Thor" vorbereitet wurden, vereint Regisseur Joss Whedon nun die Helden in einem gigantischen Action-Abenteuer-Film, um zusammen mit dem Bogenschützen Hawkeye und der Spionin Black Widow Thors Bruder Loki, der unter Allmachtsfantasien leidet, entgegen zu treten. Und dabei kann jeder Superheld durch spezielle Fähigkeiten glänzen. Die Kombination aus rasanter Action, coolen Sprüchen und einer guten Portion Humor funktioniert bestens. Der grandiose Fantasyfilm wird allen Wünschen und Hoffnung der Superhelden-Fans vollends gerecht. Dank eines Budgets von 220 Millionen Dollar übertrifft diese Verfilmung alle bisherigen Marvel-Abenteuer in der Ausstattung. Und auch die Story über die sechs Helden wirkt wesentlich umfassender als in deren Einzelbetrachtungen. Kein Wunder, dass die Avengers alle Kinokassen gesprengt und Platz 3 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten erobert haben. Fazit: Prächtiges Blockbuster-Popcornkino mit jeder Menge Action, knackigen Superhelden, coolen Dialogen und netten Gags! Kurzweilige Hochglanz-Unterhaltung, auf die sich das jahrelange Warten der Fans gelohnt hat! Und mit Joss Whedon haben die Avengers den passenden Regisseur gefunden. Der Film war 2012 und 2013 für Dutzende Filmpreise nominiert und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Avengers: Age of Ultron

"Avengers: Age of Ultron" ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm, der als Comicverfilmung auf dem Superheldenteam The Avengers des Verlags Marvel basiert. Es ist einige Zeit vergangen, seit die Avengers New York gegen den Angriff einer außerirdischen Armee verteidigt haben. Jeder ist seitdem seinen eigenen Weg gegangen und manch einer hatte sein ganz persönliches Abenteuer zu bestehen. Als Milliardär Tony Stark ein stillgelegtes Friedensprogramm reaktiviert, gerät die Situation plötzlich außer Kontrolle und das Schicksal der Erde steht auf dem Spiel. Gemeinsam müssen sich die Avengers Iron Man, Thor, Hulk, Captain America, Black Widow und Hawkeye gegen den scheinbar übermächtigen Ultron stellen, der wild entschlossen ist, die gesamte Menschheit auszulöschen. Um seine Pläne zu vereiteln, müssen die Avengers unberechenbare Allianzen eingehen und in eine Schlacht von globalen Ausmaßen ziehen. Groß, größer, Ultron! Was Regisseur Joss Whedon da auf die Leinwand gezaubert hat, ist eine Action-Orgie vom Feinsten ab der allerersten Sekunde, die in 3D ordentlich etwas hermacht. Wer dachte, dass der 360-Grad-Kameraschwenk in Teil 1 auf der Straße in New York, als sich die Avengers im Kreis versammeln, bevor der Kampf richtig los geht, und die anschließende Schlacht schon das Coolste überhaupt waren, den wird die Eröffnungsszene in "Ultron" bereits vom Sitz fegen. Im Unterschied zu Effekteschlachten wie in den "Transformers"-Filmen gibt es aber in "Ultron" immer noch genug Seele und gelungene Gags, um absolute Belanglosigkeit zu vermeiden, auch wenn und da darf man sich nichts vormachen die Story in "Ultron" auf einen Hauch dessen, was im "Avengers"-Vorgängerfilm geboten war, zusammengestampft wurde. Aber nicht falsch verstehen: "Ultron" ist definitiv unglaublich unterhaltsam, doch obwohl Whedon jedem der vielen Charaktere seinen Moment gegönnt hat, um ihn noch besser kennenzulernen, ist der Film viel zu vollgestopft mit Action, um sich damit gedanklich länger zu beschäftigen. James Spader in der Rolle von "Ultron" ist großartig. Seine Stimme klingt einfühlsam, spöttisch, verständnisvoll, er ist intelligent und bedrohlich, und in vielen Bewegungen des digitalen Gesichts erkennt man "Raymond Reddington", den manipulierenden Meisterverbrecher, den Spader in der TV-Serie "The Blacklist" spielt, wieder. Abgesehen von nicht ausbleibenden Logiklöchern und Umgereimtheiten und natürlich "tollen" Zufällen, die genau jetzt passieren mussten, um die Handlung weiterzutreiben, fühlt es sich ein bisschen seltsam an, wenn man erneut sieht, wie unzählige Gebäude bei den Kämpfen in Schutt und Asche gelegt werden. Trotzdem bleibt der Film sehenswert, auch wenn er nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen kann.

Avengers: Infinity War

Bei "Avengers: Infinity War" handelt es sich um den dritten Teil der Avengers-Reihe, der ebenso die Handlungen mehrerer Filme des Marvel Cinematic Universe (MCU) fortsetzt. Geschehnisse der Filme The First Avenger: Civil War, Doctor Strange, Guardians of the Galaxy Vol. 2, Spider-Man: Homecoming, Thor: Tag der Entscheidung und Black Panther werden damit fortgesetzt. "Avengers: Infinity War" schließt unmittelbar an die Mid-Credit-Scene von "Thor: Tag der Entscheidung" an, in der Thanos' Schiff, die Sanctuary II, vor dem Evakuierungsschiff, das die Asen zur Erde bringen soll, auftaucht. Das Schiff der Asen, auf dem sich auch Thor, Loki, Heimdall und Banner befinden, treibt zu Beginn des Films schon durch den Beschuss der Sanctuary II unmanövrierbar im All, als es von Thanos und der Black Order geentert wird. Der Titan foltert Thor mit dem Machtstein und droht, ihn zu töten, sollten sie ihm nicht den Tesserakt aushändigen. Nach zehn Jahren MCU kommt daher nun endlich Oberbösewicht Thanos auf die Erde, um die Infinity-Steine an sich zu reißen und somit das halbe Universum auszulöschen. In 18 ineinander verwobenen Filmen hätten die Marvel-Filmstudios unter Führung des visionären Produzenten Kevin Feige auf diesen vorläufigen Höhepunkt eines beispiellosen Experiments hingewirkt. Die Infinity-Steine, die Thanos seine ultimative Macht verleihen, wurden in dieser Zeit in einer Vielzahl von Filmen verstreut, so in Guardians of the Galaxy, Captain America: The First Avenger, Thor – The Dark Kingdom, Avengers: Age of Ultron und Doctor Strange, aber auch Thanos' Gegner konnten sich in Einzelfilmen als Superhelden profilieren, wie neben Doctor Strange auch Peter Parker in Spider-Man: Homecoming und T'Challa in Black Panther. Mit Einnahmen von bislang 2,05 Milliarden US-Dollar befand sich der Film auf Platz 1 der erfolgreichsten Filme des Jahres 2018 und auf Platz 5 der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Avengers: Endgame

Das Avengers-Franchise hat auf der Leinwand eine beispiellose Reise bewältigt und in den 11 Jahren seit dem Eintritt ins Marvel Cinematic Universe Stationen zurückgelegt, die mehrere Galaxien umspannen. Im neuesten Abenteuer steht so viel auf dem Spiel wie nie zuvor: Es kommt zum tödlichen Showdown zwischen den Avengers und Thanos, dem mächtigsten Bösewicht des Universums. Die Avengers müssen ihre alte Entschlossenheit wiederfinden und den Kampf aufnehmen, um Thanos für immer zu vernichten. Noch immer ist der Verlust von geliebten und geschätzten Menschen nach dem gescheiterten Kampf gegen Thanos in Infinity War schmerzhaft. Nicht nur bei Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans) sitzt die Trauer tief, sondern bei allen Verbliebenen. Auch Tony Stark (Robert Downey Jr.) findet keinen Ausweg mehr und hat noch mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Er möchte nun alles schützen, was ihm geblieben ist. Doch die verbliebenen Avengers benötigen seinen Erfindergeist. Es handelt sich um den 22. Spielfilm innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) und den vierten Avengers-Film. Die weltweiten Einnahmen aus Kinovorführungen belaufen sich auf 2,8 Milliarden US-Dollar, von denen der Film allein 858,4 Millionen im nordamerikanischen Raum einspielen konnte. Dadurch befand er sich auf Platz 1 der finanziell erfolgreichsten Film des Jahres 2019 und auf Platz 2 der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Zudem konnte er am fünften Wochenende "Avatar – Aufbruch nach Pandora" überholen und zum finanziell zweiterfolgreichsten Film an den nordamerikanischen Kinokassen werden.