VdS

Vereinigung der Sternfreunde e.V.

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Die Vereinigung der Sternenfreunde e.V. ist zahlenmäßig der stärkste Verband von Amateurastronomen in Deutschland mit über 4.000 Mitgliedern. Zu den Mitgliedern zählen Hobby- und Fachastronomen, Volkssternwarten, Schulsternwarten, Planetarien, astronomische Vereine sowie Arbeitsgemeinschaften. Die VdS wurde bereits 1953 in Berlin gegründet und unterhält bis heute 18 Fachgruppen, die seit 1983 aktiv sind (u.a. Planeten, Kometen, Astrofotografie, Geschichte). Die VdS besitzt wie die AVL eine Vereinszeitschrift - das sog. VdS-Journal, welches bereits einen sehr guten Ruf in Astronomie-Kreisen besitzt, da hier fundierte Berichte von Hobbyastronomen für Hobbyastronomen geschrieben werden. Insgesamt kommen in den vier Ausgaben pro Jahr so an die 450 Seiten Fachwissen zusammen. Seit 2003 veranstaltet die VdS einen Astronomietag, der von vielen Sternwarten in Deutschland aufgegriffen wurde, so dass an diesem Tagalle öffentlichen Sternwarten den Besuchern zur Verfügung stehen. Auch die AVL beteiligt sich jedes Jahr an dieser Aktion. Zusätzlich werden Fachveranstaltungen organisiert, wie z.B. die Bochumer Herbsttagung (BoHeTa) und das Deep-Sky-Treffen in Bebra.

An dieser Stelle wird die Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS) kurz vorgestellt. Seit 2013 bin ich dieser Vereinigung beigetreten, um deutschlandweit mit Hobbyastronomen in Kontakt treten zu können. Seitdem bin ich auch in den VdS-Fachgruppen Astrofotografie, Kometen und Planeten aktiv, die sich mit den jeweiligen Astronomie-Themen noch dedizierter auseinandersetzen und in Mailinglisten organisiert sind. Seit 2021 bin ich auch im erweiterten Vorstand tätig.

— Beigetreten

2013

— Kooptierter Beisitzer

2021

Fachgruppe Astrofotografie

Die VdS-Fachgruppe „Astrofotografie“ ist wohl eine der aktivsten Fachgruppen der VdS. Über die Mailingliste werden täglich verschiedene Themen diskutiert und Bilder ausgetauscht. Sie umfasst über 150 Mitglieder, von denen ca. 25 sehr aktiv sich an den Diskussionen beteiligen. Aufgabe der Fachgruppe ist es, die Hobbyastronomen bei der Ausübung ihres Hobbys zu unterstützen, was durch die Mailingliste selbst geschieht, aber auch durch Veröffentlichung von Fachartikeln in astronomischen Zeitschriften. Zusätzlich wird die BoHeTa von der Fachgruppe organisiert und in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe „Visuelle Deep-Sky-Beobachtung“ früher das Deep-Sky- Treffen (DST) in Bebra. Ebenfalls arbeitet die Fachgruppe sehr eng mit dem Astronomie-Portal www.astronomie.de zusammen. Diese Kooperation ist für das Astrofoto der Woche (AdW) verantwortlich. Das AdW-Team veröffentlicht daher jede Woche zu einem Objekt ein Foto, mit wissenschaftlich recherchiertem Text. Jeder Hobby-Astronom kann hier mitmachen und sein Foto vorschlagen. Voraussetzung ist allerdings, dass dieses Bild noch in keinen Internet-Foren veröffentlicht wurde! Dies ist für einen Fotografen manchmal sehr schwierig und wird auch nicht immer eingehalten, da man seine Ergebnisse gerne mit anderen Interessierten teilen und diskutieren möchte.


Fachgruppe Kometen und Planeten

Die VdS-Fachgruppen „Kometen“ und "Planeten" sind ebenfalls in Mailinglisten aktiv und organisiert. Hier gibt es aber auch Überschneidungen zu der Astrofotografie, weshalb oftmals Ergebnisse in Mailinglisten doppelt publiziert werden. Die VdS-Fachgruppe „Kometen“ hat sich zum Ziel gesetzt, alle an der Kometenbeobachtung interessierten Amateurastronomen umfassend bei der Beobachtung und Auswertung zu unterstützen. Auf der Internetseite der Fachgruppe findet man Entdeckungsmeldungen, Beobachtungshilfen, zahlreiche Fotos sowie Analysen zu den aktuell sichtbaren Kometen. Die VdS- Fachgruppe „Planeten“ hat sich hingegen zum Ziel gesetzt die Planetenbeobachtungen zu koordinieren und eine zentrale Auswertung und Archivierung der Beobachtungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse beider Fachgruppen werden auch im VdS-Journal regelmäßig veröffentlicht. Innerhalb der Fachgruppe ergibt sich wiederum eine planetenspezifische Unterteilung: Merkur und Venus, Mars, Riesenplaneten und allgemeinePlanetenbeobachtung. Einmal jährlich wird zusammen mit der Fachgruppe Kometen eine mehrtägige „Planeten- und Kometentagung“ durchgeführt.


Central European Deepsky Imaging Conference (CEDIC)

Die internationale Konferenz für Astrofotografen CEDIC findet seit 2009 alle zwei Jahre in Linz, Österreich statt. Die Idee dazu entstand im Jahr 2008, als eine kleine Gruppe von Astrofotografen in Österreich sich überlegt hatten, wie man das Wissen in der Astroszene zusammenbringen könnte. Dabei stand zum einen die Bildgewinnung und -verarbeitung im Vordergrund, aber auch die richtige Bild- und Farbgestaltung. Man wollte so einen internationalen Austauschpunkt schaffen, der die Hobbyastronomen weiterbringt und die Qualität der Bilder laufend erhöht. Das CEDIC-Team besteht u.a. aus gestandenen Astrofotografen wie Bernhard Hubl, Christoph Kalteis, Wolfgang Leitner oder Markus Blauensteiner, die auch in der Arbeitsgruppe VdS-Astrofotografie aktiv sind. Das Team unternimmt auch gemeinsame Astroreisen. Profitiert hat das CEDIC-Team dabei speziell von Reisen nach Chile und La Palma, die es u.a. ermöglichten den eigenen Himmel in Österreich besser einzuschätzen. Veranstaltungsort ist das Ars Electronica Center, dass u.a. eine sehr große 8k-Leinwand besitzt, auf der eindrucksvoll (u.a. in 3D) die schönsten Astrobilder gezeigt werden können. Inzwischen ergibt sich auf der alle zwei Jahre stattfindenden CEDIC-Konferenz ein regelrechter Ansturm, da sie sich jedes Jahr größerer Beliebtheit erfreut. Das kleine Bild zeigt das AEC tagsüber, während das größere Bild die eindrucksvolle 8k-Leinwand bei einem Einführungsvortrag zeigt.


Fachgruppe Geschichte der Astronomie

Die VdS führt regelmäßig Fachtagungen durch in ihren unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Dies ist auch bei der Arbeitsgruppe "Geschichte der Astronomie" der Fall, die einmal im Jahr stattfindet. Die "Geschichte der Astronomie" ist ein ungewöhnlich reichhaltiges Fachgebiet, in dem die gesamte Breite der astronomischen Disziplinen in ihrer zeitlichen Entwicklung behandelt wird. So hat nahezu jedes astronomische Objekt eine Geschichte zu erzählen: von Personen, Instrumenten und dem Weltbild der Epoche. Entdeckungen und Entdecker faszinieren seit jeher den Wissenschaftler - aber auch den Amateur. Die Fachgruppe stellt daher eine Plattform dar, die für alle Interessierten offen ist, die Freude an der Astronomie-Geschichte haben und sich darüber austauschen wollen. Die Veranstaltungen finden immer an anderen Orten statt. Im Jahr 2017 war Lilienthal und der 27-Füßer-Nachbau von J. H. Schroeter ausgewählt worden. An dieser Tagung habe ich ebenfalls teilgenommen und zusätzlich einen AVL-Infostand betreut.


Astronomie und Techniktreff (ATT)

Die astronomische ATT-Messe findet jedes Jahr in Essen in einem Gymnasium statt und hat sich inzwischen zu Europas größter Astronomie-Börse entwickelt. Sie richtet sich speziell an Amateurastronomen und bietet die neusten Teleskope, diverses Zubehör, als auch Gebraucht- und Selbstbauinstrumente an. Durch die ATT kann man mit Herstellern, Anbietern und anderen Amateuren in direkten Kontakt treten. Es sind auch Volkssternwarten, Vereine und Astrofarmen vertreten. Hier kann man neue Ideen und Anregungen für das Astronomie-Hobby bekommen. Die Messe lohnt sich auch, wenn man nicht vor hat etwas Neues zu erwerben. Es macht einfach Spaß sich auch mit Teleskopen und Montierungen zu befassen bzw. diese anzufassen, auch wenn diese nicht für den mobilen Einsatz geeignet sind. Deshalb fahre ich eigentlich jährlich zu dieser Messe hin, die für VdS-Mitglieder auch einen geringeren Eintrittspreis anbietet. Alternativ findet normalerweise in Süddeutschland die AME-Messe auf dem Messegelände VS-Schwenningen statt. Diese Messe war in verschiedenen Messehallen untergebracht und bot daher nicht die gleiche familiäre Atmosphäre wie die ATT. Dafür waren ausschließlich Händler und Hersteller vertreten und es stand mehr Platz für die Ausstellungsfläche zur Verfügung. Ich habe auch die AME bereits besucht, was aber nur geht, wenn man gerade in der Nähe zu tun hat, da der Anreiseweg wesentlich länger von Norddeutschland aus ist, als der nach Essen. Seit dem Ausfall der Messe in 2020 und 2021 durch Corona wurde sie allerdings komplett nach 14 Veranstaltungen eingestellt. Ein Verlust, den nicht nur die südlichen Sternenfreunde zu verschmerzen haben, da die Messe auch absolut empfehlenswert war.


Planetentagung in Gudensberg

Die VdS veranstaltet jedes Jahr eine Planetentagung in Gudensberg. Auch dieser Tagungsort liegt relativ zentral für alle Planetenfreunde in Deutschland. Seit 2002 finden regelmäßige Treffen statt, mit kleinen Ausnahmen. Diskutiert werden Beobachtungsergebnisse, neue Kameras, Filter oder die Handhabung von Aufnahme- und Bearbeitungsprogrammen. Auch Eigenbauten können vorgestellt und Beobachtungshinweise gegeben werden. Neueinsteiger erhalten zusätzlich Hilfestellungen bei allen auftauchenden Fragen. Die Teilnehmer reisen meistens mit ihrem Rechnerequipment an und versuchen das Neuerlernte sofort nachzuvollziehen oder geben direkt Foto- oder Programmbeispiele. So können Probleme bei der Aufnahmepraxis oder Bildverarbeitung sofort behoben werden. Da die Veranstaltung über zwei Tage geht, bleibt am Abend noch genügend Zeit, um über das eine oder andere Thema zu diskutieren. Sponate Beiträge können während der Tagung oder am Abend ebenfalls mit einbunden werden. Eine gute Möglichkeit, um mit Gleichgesinnten über das eigene Equipment, die eigene Vorgehensweise und die damit verbundenen Unwägbarkeiten zu sprechen. Das kleine Bild zeigt die Teilnehmer der Veranstaltung von 2016 ohne meine Wenigkeit. Das größere Bild zeigt den Vortragsraum von 2016 und das aufgebaute Rechnerequipment.


Deep-Sky-Treffen (DST) in Bebra

Das Deep-Sky-Treffen (kurz DST) fand einmal im Jahr in Bebra statt, weil dieser Tagungsort der zentralste Punkt für alle Sternenfreunde in Deutschland darstellt. Seit 1999 fand dieses Treffen statt, auf dem jeder interessierte Sternfreund willkommen war. Das galt genauso für Einsteiger, wie VdS-Nichtmitglieder. Der Programmablauf sah am Freitagabend ein erstes gemütliches Beisammensein mit Erfahrungsaustausch vor. Hier konnte man seine eigenen amateurastronomischen Ergebnisse mitbringen und diskutieren. Es bestand auch die Möglichkeit, schon am Freitag spontane Präsentationen mittels Leinwand und Beamer zu zeigen. Der Samstag war dem eigentlichen Vortragsprogramm vorbehalten. Amateure stellten in Vorträgen ihre Arbeit vor. Die Dauer varrierte im Bereich von 15-60 Minuten. Nach dem Vortrag bestand genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Der Abend galt wieder dem Erfahrungsaustausch und dem Kontakt unter den Sternfreunden. So konnten Amateure, die man bisher vielleicht nur aus Artikeln in Astro-Zeitschriften oder Internet-Foren kannte, kennengelernt werden. Am Sonntagvormittag wurde die zweite Staffel der Vorträge präsentiert, bevor dann das DST mit einem gemeinsamen Mittagessen auslief. Das kleine Bild zeigt alle Teilnehmer der Veranstaltung von 2015, während das größere Bild die Referenten von diesem Jahr zeigt, zu denen ich mich auch zählen durfte. Leider war nach dieser Veranstaltung mit der DST-Reihe Schluss, da die Organisatoren aus zeitlichen Gründen zurücktraten.


Bochumer Herbsttagung (BoHeTa)

Die Bochumer Herbsttagung (BoHeTa) findet einmal jährlich an der Ruhr-Universität Bochum statt und ist prall gefüllt mit abwechslungsreichen Vorträgen von Amateuren für Amateure. Zusätzlich gibt es den Reiff-Vortrag zur Förderung der Zusammenarbeit von Fach- und Amateurastronomen. Führungen in der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität sind ebenfalls immer geplant. Wer keinen Vortrag halten will, dennoch aber seine Ergebnisse vorstellen möchte, kann dafür die bereit gestellten Posterwände nutzen. Die Bochumer Herbsttagung wird seit 1980 von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Bochum mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Astronomische Institut der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet. In der 90minütigen Mittagspause ergibt sich die Möglichkeit zum gegenseitigen Informationsaustausch. Die Veranstaltung geht meistens von 10 Uhr morgens bis 19 Uhr abends, so dass ein solcher Tag (mit der Hin- und Rückfahrt) meist sehr anstrengend ist, sich er aber aufgrund der gesammelten Eindrücke jedes Jahr wieder lohnt. Das kleine Bild zeigt einen Überblick über den Vorlesungsraum, in dem die BoHeTa stattfindet, während das größere Bild die Teilnehmer der AVL an der BoHeTa 2013 zeigt.