Superhelden-Filme

Hier sind alle Superhelden-Filme zusammengefasst, die sich nach meiner Meinung lohnen öfters als einmal sich anzusehen. Anzutreffen sind hier beispielsweise Superman, Batman oder Spider-Man. Hinter den Filmplakaten verbirgt sich auch der jeweilige Kinotrailer.

Batman versus Superman - Dawn of Justice

Batman versus Superman - Dawn of Justice: Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von "Man Of Steel" Zerstörung auf die Erde: die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Bat- und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe "Justice League" formieren. Zack Snyder, der erneut in diesem Superhelden-Spektakel Regie führt, hat hier die Grundlage die kommenden Filme rund um die "Justice League" gelegt. Die Liga der DC-Superhelden besteht aus einer Vielzahl der bekanntesten Größen der Comic-Geschichte, von denen Wonder Woman nun zum ersten Mal in Erscheinung tritt. Trotzdem wiederholt Zack Snyder seinen Fehler aus "Man of Steel", indem er bei Actionszenen lediglich eine pompöse Explosion an die nächste reiht, weshalb der Film teilweise wie eine Kette von Filmtrailern wirkt. Dagegen kommen intelligente Dialoge und persönliche Auseinandersetzungen der Filmhelden (die es in früheren Verfilmungen gab) zu kurz, die zudem zu Grimmig und ohne Humor durch den Film schreiten. Ein Lichtblick bietet allerdings die Performance von Jesse Eisenberg als Lex Luthor, der der Figur eine ähnliche Tiefe verleit, wie einst Heath Ledger als Joker. Der Film endet, indem er bereits eine Fortsetzung ankündigt. Man darf gespannt sein, ob dann wiederum Zack Snyder die Regie führen wird.

Man of Steel

Man of Steel: Diese neue Verfilmung von Superman, die von Zack Snyder initiiert wurde, versucht den Urvater aller Superhelden realistischer darzustellen, als dies in den Vorgängerfilmen der Fall war. Dies wurde zum einen durch die neue 3D-Technik und zum anderen durch rasend schnelle Aktionszenen versucht umzusetzen. Als Produzenten firmiert Christopher Nolan, der bereits "Batman" zu einem neuen Höhenflug verhalf. Und das sieht man dem Film auch an. Düster, nachdenklich, leidvoll ist die Story angelegt, selbst die Farbebene ist mit Blau-, Schwarz- und Brauntönen dunkel gehalten. In den Tiefen des Alls, auf Krypton, nimmt sie ihren Anfang. Der Planet ist dem Untergang geweiht. Der Wissenschaftler Jor-El (Russell Crowe) schickt seinen Neugeborenen, den späteren "Superman", Richtung Erde, um dessen Überleben zu sichern. Derweilen strebt der machthungrige General Zod (Michael Shannon) danach, die Herrschaft an sich zu reißen. Der Coup misslingt, Zod wird inhaftiert - und schwört seinem früheren Gefährten Jor-El Rache. Nahe an die DC-Comic-Geschichte hält sich das Skript für einige Zeit, um dann die ursprüngliche Geschichte doch anderes zu erzählen. Snyder bricht Zeit und Raum auf, führt den erwachsenen Clark Kent (Henry Cavill) als klassischen Drifter ein, der auf einem Fischerboot arbeitet, um dann in der Zeit zurückzuspringen, um von Clarks schwieriger Jugend auf der Farm seiner Zieheltern in Smallville (Kansas) zu erzählen. Geschickt werden die verschiedenen Handlungsfäden zusammengeführt, nach und nach tauchen alle bekannten Figuren auf - darunter Reporterin Lois Lane und ihr Chefredakteur Perry White (Laurence Fishburne). Dann, nach gut 90 Minuten, bricht das Inferno los, da General Zod auf der Erde ankommt. Superman tritt erstmals in seinem neuen, an die "Batman"- Montur erinnernden Gewand in Erscheinung. Zwischen Himmel und Erde findet die stets stark patriotisch gefärbte 3D-Action statt. US-Tugenden wie Mut und Freundschaft werden beschworen, wofür zuvorderst Vater Kent (Kevin Costner) steht. Allerdings reicht weder die Filmmusik von Hans Zimmer (früher: John Williams) noch die Rededuelle der Superhelden an die ursprüngliche Verfilmung heran. Auch die Aktionszenen sind so schnell gedreht worden, dass man sich den 3D-Effekt gut hätte sparen können. Genießen kann man sie nicht, man sieht lediglich kontinuierliche Explosionen und einstürzende Gebäude. Auch die ursprüngliche Comic-Geschichte wird verändert, da Lois Lane bereits Clark Cents wahre Identität kennt und sich sofort in ihn verliebt. So geht einiges an Brisanz der früheren Love-Story verloren. Trotzdem bleibt diese Verfilmung ein Muss für jeden Superhelden-Fan, da dieser Film neben einer Topbesetzung auch Superman durchaus realistischer darstellt, als dies frühere Verfilmungen vermochten.

The dark knight

The dark knight rises: Acht Jahre ist es her, dass Batman die Schuld an Harvey Dents Tod auf sich genommen hat und verschwunden ist. Der einstige Held ist nicht mehr da, der Dunkle Ritter wurde zum Flüchtling. Doch der Plan von Bruce Wayne und Commissioner Gordon ging auf. Die Kriminalität in Gotham ging dank der neuen Gesetze Dents und der Weißen-Ritter-Aura des Staatsanwalts zurück, das organisierte Verbrechen hat keinen Platz mehr. Doch das alles ändert sich nun, denn die mysteriöse Selina Kyle tritt auf den Plan und treibt als Catwoman ihr Unwesen. Welche Agenda verfolgt sie mit ihren nächtlichen Einbrüchen? Noch viel gefährlicher ist allerdings die Ankunft von Knochenbrecher Bane. Der maskierte Terrorist hat den Plan Gotham City zu zerstören. Batman muss aus seinem selbstgewählten Exil zurückkehren, um es mit der neuen Bedrohung aufzunehmen. Doch er spielt damit dem kriminellen Genie Bane in die Karten, der den Dunklen Ritter ein für alle Mal vernichten will. Und hat Batman nach den Jahren im Ruhestand überhaupt eine Chance gegen den brutalen Muskelberg? The Dark Knight Rises bildet den epischen Abschluss zu Filmemacher Christopher Nolans Batman-Trilogie. Hochkarätige internationale Besetzung, die Schauplätze umfassen drei Kontinente – gedreht wird in den amerikanischen Städten Pittsburgh, New York und Los Angeles sowie in Indien, England und Schottland. Ein würdiger Abschluss der Triologie mit einem überraschenden Ende.

The dark knight

The dark knight: Gotham City braucht Batman noch immer. Eine Handvoll Imitatoren treibt ihr Unwesen, und meint es wohl gut, kann jedoch nichts ausrichten gegen das organisierte Verbrechen, das sich aus der Not heraus zu einem Syndikat zusammen geschlossen hat. Die Angst der Kriminellen vor dem echten Batman ist jedoch allgegenwärtig, also heckt der verrückte Joker (Heath Ledger in seiner vorletzten Rolle) einen Plan aus, der die Mafia wieder an die Spitze der Nahrungskette bringen soll. Doch die Motive des Jokers sind nicht so durchschaubar, wie die Mafiosi glauben. Regisseur und Co-Autor Christopher Nolan schuf mit seinem großartigen Batman Begins eine psychologische Auseinandersetzung mit der Figur des anonymen Rächers, dessen Kampf gegen das Böse vor allem ein Kampf gegen den Abgrund war, an den sein Ehrenkodex zu geraten drohte. In The Dark Knight gerät die ganze Stadt an diesen Abgrund. Der Joker macht sich einen Spaß daraus, seine zahlreichen Opfer nicht einfach zu töten, sondern sie in Ecken zu drängen, aus denen sie nur heraus kommen, indem sie ihre moralische Überlegenheit gegenüber diesem psychopathischen Mörder aufgeben. Ledger spielt ihn mit der Intensität eines verwundeten Tieres, die ihn zum perfekten Gegner für Christian Bales Batman macht. Ebenfalls aus dem bis in kleinste Nebenrollen umwerfend bestückten Ensemble heraus sticht Aaron Eckhart. In seiner Rolle als Staatsanwalt Harvey Dent personifiziert er das Dilemma der Menschen, die Gutes tun wollen, doch deren Werte angesichts des wuchernden Wahnsinns, der Allgegenwärtigkeit des Bösen, immer weiter an ihre Grenzen stoßen. Das Genre der Comicverfilmungen ist erwachsen geworden. Mit The Dark Knight erhält eine der spannendsten Figuren des Comic-Mainstreams ein weiteres spektakuläres Zelluloid-Denkmal. Christopher Nolan packt eine psychologisch komplexe Geschichte in ein lautes, spannendes Gewand und scheut sich nicht, Handlungsfäden tragisch enden zu lassen, wo die Geschichte es erfordert.

Batman begins

Batman begins: Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce Wayne (Christian Bale) ebenso wie das Bild seiner Eltern, die in den Straßen von Gotham vor seinen Augen niedergeschossen wurden - ein Erlebnis, das seinem Leben eine radikal neue Richtung gegeben hat. Schuldgefühle und ohnmächtige Wut quälen ihn, nähren seine Rachegefühle, aber auch den Wunsch, das gemeinnützige Engagement seiner Eltern fortzuführen. Bruce, Erbe eines großen Industriekonzerns, hat jede Illusion verloren. Er verschwindet aus Gotham und reist unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er Unrecht bekämpfen und jene, die von der Angst anderer leben, selbst das Fürchten lehren kann. Wie verbrecherische Hirne funktionieren, lernt Bruce von seinem Mentor, dem geheimnisvollen Ducard (Liam Neeson). Dieser bringt ihm bei, Körper und Geist zu beherrschen, um so seinen Schwur zu erfüllen und den Kampf gegen das Böse aufzunehmen. Bald darauf versucht die mächtige Schattenliga Bruce für sich zu gewinnen. Sie wird von dem undurchsichtigen Ra’s Al Ghul (Ken Watanabe) geführt und hat sich subversive Selbstjustiz auf die Fahnen geschrieben. Als Bruce nach Gotham zurückkehrt, leidet die Stadt unter hemmungsloser Korruption und unkontrollierbarer Kriminalität. Wayne Enterprises, einst der Familienhort menschenfreundlicher Geschäftsideale, wird jetzt von Chefmanager Richard Earle (Rutger Hauer) geleitet, den der Börsengang der Firma weit mehr interessiert als ihr soziales Engagement. Gleichzeitig muss Bruces Freundin aus Kindertagen, Rachel Dawes (Katie Holmes), als heutige Assistentin des Staatsanwalts eine schwere Niederlage einstecken: Selbst die berüchtigtsten Verbrecher kann sie nicht hinter Gitter bringen, weil das Rechtssystem von Abschaum wie Unterweltboss Carmine Falcone (Tom Wilkinson) unterwandert wird. Machtlos sieht Rachel zu, wie der prominente Psychiater Dr. Jonathan Crane (Cillian Murphy) Falcones Gangstern Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt - und dafür im Gegenzug bei seinen eigenen ruchlosen Machenschaften unterstützt wird. Auf einige Freunde kann Bruce Wayne sich verlassen: seinen treuen Butler Alfred (Michael Caine), Detective Jim Gordon (Gary Oldman) - er gehört zu den wenigen ehrlichen Cops in Gotham - und Lucius Fox (Morgan Freeman), der ihm in der Abteilung für angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises zuarbeitet. Mit diesen Gefährten kreiert Bruce Wayne sein imposantes Alter Ego: Batman, den maskierten Ritter. Mit Geschicklichkeit, Intellekt und einem Arsenal von High-Tech-Waffen tritt er an, um Gotham City aus der tödlichen Umklammerung der Unterwelt zu befreien.

Iron Man 3

Iron Man 3: Er ist exzentrisch, genial, scharfzüngig - und doch nicht unbesiegbar. Das muss Tony Stark alias Iron Man erkennen, als er sich einem Gegner (Ben Kingsley) gegenübersieht, der keine Grenzen kennt. Nachdem dieser ihm all das, was Stark am Herzen liegt, genommen hat, begibt sich der geschlagene Held auf die leidvolle Suche den zu finden, der dafür verantwortlich ist - eine Reise, die seinen Mut und seine Standhaftigkeit auf eine harte Probe stellen wird. Mit dem Rücken zur Wand kann sich Stark auf seiner Mission nur noch auf seine eigenen Instrumente, seinen Scharfsinn und seine Instinkte verlassen, um jene zu schützen, die ihm am wichtigsten sind. Während er sich langsam wieder zu alter Form zurückkämpft, findet Stark die Antwort auf die Frage, die ihn insgeheim schon lange verfolgt: Macht der Mann den Anzug oder macht der Anzug den Mann? Amüsante und actionintensive Drittmission von Iron Man, der im Kampf gegen Terroristen und biotechnologisch aufgerüstete Superkrieger seine letzten Reserven aktivieren muss.

Iron Man 2

Iron Man 2: Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron-Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James "Rhodey" Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt bedrohen. Mit "Iron Man" landete Jon Favreau 2008 einen weltweiten Blockbuster-Erfolg, der Robert Downey Jr. zum Hollywood-Superstar machte und die Latte hochlegte, wie unterhaltsam und zugleich anspruchsvoll Comic-Verfilmungen tatsächlich sein können. Die Fortsetzung baut auf das Original auf, erhöht den Actionquotienten und vertieft die Mythologie hinter der Figur. Mit Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Sam Rockwell und Don Cheadle wurden vier weitere Schauspielasse ins Team aufgenommen. Perfektes Entertainment.

Iron Man

Iron Man: Wenn man Robert Downey Jr. in einer Hauptrolle besetzt, muss einem klar sein, dass man einen anderen Typen von Superheld kriegen wird. Und Iron Man ist anders, auf erfreuliche Art und Weise. Iron Man wurde schlau anhand der Marvel-Comicserie adaptiert und modernisiert, und in dem Film kreuzen sich die Wege des Milliardärs und Firmeneigentümers Tony Stark (Downey Jr.) und Terroristen aus dem Mittleren Osten. In einer superspannend inszenierten Sequenz erfindet Stark einen unzerstörbaren Anzug, der ihm die Flucht ermöglicht. Obwohl dem Film danach nie wieder diese präzise Rhythmik gelingt, bietet er dennoch eine Menge Unterhaltung, während der 'neue' Stark seiner Vergangenheit als Waffenfabrikant abschwört, seinen neuen Iron-Man-Anzug entwirft und damit sowohl seinen Geschäftspartner (Jeff Bridges in toller Form) als auch seine Assistentin (Gwyneth Paltrow) in Erstaunen versetzt. Regisseur Jon Favreau spielt erfrischend mit den Effekten, lässt es aber nie zu, dass sie die Überhand gewinnen, und es gibt immer einen albernen Gag oder einen slapstickartigen Knaller, der die Spannung wieder bricht. Downey Jr. darf nicht allzu sehr mit seinen bekannten Improvisationen glänzen, aber er bringt genug von seiner unvorhersehbaren Persönlichkeit mit ein, um das Ganze frisch zu halten. Und an alle Marvel-Fans: selbst wenn ihr wisst, dass der Gastauftritt von Stan Lee kommt, werdet ihr es nicht erahnen können, bis es tatsächlich so weit ist. Alles baut sich dann zu einer großartigen finalen Szene hin auf, und Downey liefert einen Schlusssatz, der sich einfach absolut richtig anfühlt.

Spider-Man 3

Spider-Man 3: Nach seinen letzten Heldentaten kann Peter Parker (Tobey Maguire) seine Berühmtheit als Spider-Man genießen: die Stadt liegt ihm zu Füßen und feiert ihn überschwänglich. Und auch privat scheint alles bestens zu laufen: Peter plant, seiner geliebten Mary Jane (Kirsten Dunst) baldmöglichst einen Heiratsantrag zu machen. Allerdings ziehen dunkle Wolken am Horizont auf: ein Meteorit geht in Manhattan nieder und aus seinem Kern bahnt sich eine schleimig-schwarze, amorphe Masse ihren Weg, die sehr bald in Peters Wohnung endet. Es handelt sich um einen Symbionten bzw. eine unbekannte Lebensform, die einen Wirt braucht, von dem sie Besitz ergreifen kann. So kommt bei Peter die dunkle Seite immer öfter zum Vorschein, was sich auch in den Zweikämpfen mit seinem Freund Harry widerspiegelt, der das Erbe seines Vaters als Kobolt antritt. Zusätzlich muss er sich mit dem Sandman Flint Marko (James Haden Church) auseinandersetzen, dem mutmaßlicher Mörder seines Onkels Ben, der durch ein Versehen in den Partikelbeschleuniger eines Forschungsinstituts gelangte und dadurch seine Gene mit Sand mixte. Spider-Man hat große Probleme den Sandman in seine Schranken zu weisen. Aber schon droht noch mehr Unheil: Peter bekommt in seinem Nebenjob als Pressefotograf Konkurrenz. Der smarte Eddie Brock (Topher Grace) versucht Peter beim "Daily Bugle" auszustechen. Und der skrupellose Verleger J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) scheint nicht abgeneigt, dem cleveren Newcomer eine Chance zu geben. Nachdem Peter sich von seinem Symbionten schmerzvoll getrennt hat, nachdem er sogar seiner Freundin weh tat, geht dieser auf Eddie Brock über, der zum Monster Venom mutiert und Spider-Man um jeden Preis töten will. Er verbündet sich mit dem Sandman, die Mary Jane entführen und Spider-Man den Krieg erklären. Den aber kann Spider-Man nur gewinnen, wenn er nicht alleine kämpft. Spider-Man 3 ist der würdige Abschluss einer der erfolgreichsten Comicadaptions-Trilogien aller Zeiten. Das dritte Abenteuer der Saga um Spinnenmann Peter Parker toppt die beiden Vorgänger in allen Belangen, auch wenn der Film immer wieder mit Überbevölkerung zu kämpfen hat, mit zu vielen Handlungssträngen und Figuren. Dafür bietet er noch einmal verbesserte Effekte und gefällt trotz seines Ernstes mit einem spielerisch leichten Ton, mit dem der Regisseur alle offenen Handlungsstränge zusammenführt.

Spider-Man 2

Spider-Man 2: Mehr als nur ein paar Filmkritiker bezeichneten Spider-Man 2 als den "besten Superheldenfilm aller Zeiten" und es gibt keinen zwingenden Grund, dies zu bezweifeln - auf Grund des größeren Budgets, besserer Spezialeffekte und einer dynamischen, durch die einzelnen Charaktere vorangetriebenen Handlung, ist dieser Film noch ein Stückchen besser als Spider-Man in Bezug auf emotionalen Tiefgang und Einfühlungsvermögen gegenüber der Comicbuch-Vorlage. Der Oscargewinner für "Eine ganz normale Familie", Alvin Sargent, war der Drehbuchautor und der gefeierte Schriftsteller und Comicbuch-Experte Michael Chabon arbeitete an der Story, aber Regisseur Sam Raimis persönliche Beziehung zu diesem Thema erweckt Spider-Man 2 erst richtig zum Leben. Als ein Kernschmelzungsexperiment fürchterlich schief geht, verwandelt sich ein brillanter Physiker (Alfred Molina) in Spideys neueste Nemesis, den verrückten und mit mechanischen Tentakeln versehenen Doctor Octopus, welcher darauf versessen ist, sein Experiment zu beenden und dabei Spider-Man (Tobey McGuire) zu töten. Doch noch spannender ist das Dilemma, dem sich Peter Parker gegenüber sieht: Soll er sein der Verbrechensbekämpfung gewidmetes, belastendes, einsames Leben als Spider-Man weiterführen oder sich zusammen mit Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) der Liebe und Freude hingeben? Molina ist hervorragend als tragischer Bösewicht, der von seiner eigenen Erfindung beherrscht wird, und die Actionszenen sind wirklich atemberaubend - jedoch liegt der wahre Erfolg von Spider-Man 2 darin, dass die Prioritäten richtig gesetzt sind. Raimi und seine Autoren halten sich dank oder trotz der besten und größten in Hollywood verfügbaren Spielzeuge an die Vorgaben des Marvel-Comics, ehren somit die Erschaffer von Spider-Man Stan Lee und Steve Ditko und setzten die Messlatte für Spider-Man 3 beeindruckend hoch.

Spider-Man

Spider-Man: Fans von Marvel Comics warten schon seit dem Comic-Heft-Debüt von Spider-Man im Jahre 1962 auf diesen Kinofilm mit ihrem Helden. Das hat diesem Film geradezu unerfüllbare Erwartungen aufgebürdet, der als voller Erfolg gilt, obwohl er nicht so konsequent aus der Spandex-Ecke ausgebrochen ist wie Batmans Rückkehr oder X-Men. Tobey Maguire ist die ideale Besetzung für den bebrillten Peter Parker, einen Highschool-Streber mit persönlichen Problemen. Der Spandex-Anzug und die besonderen Fähigkeiten treten in Erscheinung nachdem er von einer genmanipulierten Spinne (in den Originalheften war sie noch radioaktiv verseucht) gebissen wird und sich in einen netzschwingenden Superhelden verwandelt. Er kommt jedoch zu der Erkenntnis, dass ihm diese Superkräfte auch nicht weiter helfen, wenn es darum geht, das hübsche Mädchen von nebenan (Kirsten Dunst) näher kennen zu lernen oder seinen Vormund (Cliff Robertson) vor der Gewalt auf der Straße zu schützen. Der Bösewicht der Geschichte ist der Vater seines besten Freundes (Willem Dafoe), ein Industrieller, der sich eine Dosis eines Experimentierserums verpasst, das ihn ganz Jekyll-und-Hyde-mäßig in den lachenden Green Goblin verwandelt, der bald einen Groll gegen Spider-Man hegt. Sam Raimi verleiht dem Ganzen ein strahlendes, luftiges, kinetisches Gefühl, mit herrlichen Luftaufnahmen von Spider-Man, wie er sich von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingt. Die Überarbeitung der Originalgeschichte von Stan Lee und Steve Ditko ist gelungen durch eine clevere Mischung aus Originaltreue (J.K. Simmons als der derbe Herausgeber J.J. Jameson ist das Ebenbild der Comic-Figur) und Verulkung (nach einer ausgedehnten Einleitung erscheint Spider-Man endlich beim untauglichen ersten Versuch mit einem Spinnenkostüm). Maguire und die unglaublich süße Dunst bringen eine gelungene zögerliche Teenie-Romanze zu Stande. Die zweite Hälfte jedoch, in der der Bösewicht in Erscheinung tritt, um dem Helden eine Aufgabe zu geben, ist nur aufregend, wenn sie auch gleichzeitig rührend ist.

Superman Returns

Superman Returns: Wenn Richard Donners Film Superman aus dem Jahre 1978 die Zuschauer glauben ließ, dass ein Mensch fliegen kann, dann erinnert Bryan Singers Folgefilm Superman Returns aus dem Jahre 2006 einen daran, dass ein Superheldenfilm in der Lage ist, den menschlichen Geist zu erheben. Superman (gespielt von dem Newcomer Brandon Routh) kehrt zur Erde zurück, nachdem er fünf Jahre lang vergeblich nach seinem zerstörten Heimatplaneten Krypton gesucht hatte. Als sein Alter Ego Clark Kent ist er sehr darauf bedacht, zu seinem Job beim "Daily Planet" zurückzukehren und Lois Lane (Kate Bosworth) wieder zu sehen. Lois hat sich jedoch weiter entwickelt: sie hat mittlerweile einen Verlobten (James Marsden), einen Sohn (Tristan Leabu) und einen Pulitzer Preis, den sie für ihren Artikel "Weshalb die Welt Superman nicht braucht" erhielt. Als wäre das nicht genug, plant Supermans alter Erzrivale Lex Luthor (Kevin Spacey) die größte Landübernahme der Geschichte. Bryan Singer, der unter Comic-Heft-Freunden für seine Arbeit an den X-Men-Filmen einen guten Eindruck hinterließ und für Kevin Spacey auch bei "Die üblichen Versächtigen" als Regisseur tätig war, erweist dem ältesten Superhelden der Welt seinen Respekt und lässt ihn zugleich in einem neuen Blickwinkel erscheinen. Er leiht sich die großartige Titelmusik von John Williams und die Stimme von Marlon Brando als Jor-El, und die Geschichte, die von Singers X-Men-Mitarbeitern Michael Dougherty und Dan Harris stammt, erscheint wie eine Art Fortsetzung der ersten beiden Superman-Filme (vorausgesetzt, man ignoriert, dass es jemals einen Teil drei und vier gab). Die humorvollen und romantischen Anklänge verleihen dem Film Herz, Singers Art-Deco-Metropolis ist oftmals atemberaubend, Spacey wirkt als Lex Luthor sowohl lustig als auch bösartig, und Parker Posey hat als Luthors Gespielin Kitty die besten Sprüche drauf. Aber Kate Bosworth wirkt mit ihren dreiundzwanzig Jahren zu jung als Lois, nachdem fünf Jahre vergangen sind. Es ist auch nett, Noel Nell, Jack Larson (beide aus der klassischen US-Serie "The Adventures of Superman" aus den fünfziger Jahren) und Eva Marie-Saint zu sehen. Superman Returns ist eines jener Projekte, an dem scheinbar ewig herumgefeilt wurde, aber es war das Warten wert – es ist der beste Superheldenfilm seit Spiderman 2 und Die Unglaublichen.

Superman - der Film

Superman - der Film: Richard Donners Epos über den Mann aus Stahl aus dem Jahre 1978 zeigt, wie ein Film über einen Superhelden auch jene Zuschauer anzusprechen vermag, die schon seit langer Zeit keine Comics mehr gelesen haben. "Biopics" nennen die Amerikaner Filme über große Persönlichkeiten, Biografieverfilmungen nennt man sie weniger aufregend in unserem Kulturkreis. Nichts anderes ist Superman, auch wenn die Hauptfigur, nun ja, nicht gerade der Realität entsprungen ist. Die Geschichte des Filmes beginnt auf dem sterbenden Eisplaneten Krypton. Bevor der Planet explodiert, wird das Baby Kal-El von seinen Eltern (Vater ist Marlon Brando) in eine rettende Raumkapsel gesetzt und zur Erde geschickt, auf der die Rakete des Jungen in der Nähe des kleinen Städtchens Smallville (Kansas) einschlägt. Das kinderlose Ehepaar Kent (Ziehvater ist Glenn Ford) entdeckt den kleinen Jungen und zieht ihn fortan als seinen eigenen Sohn auf. Sie nennen ihn Clark und er entwickelt sich zu einem schüchternen jungen Mann (als Teenager dargestellt von Jeff East). Und genau in dieser Phase des Filmes gelingt es Donner, die Zuschauer für seine Hauptfigur einzunehmen: Der junge Clark ist ein Außenseiter, der von den anderen Schülern nicht respektiert wird. Als er eines Tages vollkommen allein auf einem Football-Feld steht, schießt er einen Ball bis hinter den Horizont. Es ist sein Schicksal, seine Fähigkeiten niemals offen als Clark Kent zeigen zu dürfen. Die zweite Hälfte des Filmes gehört dann dem erwachsenen Clark Kent (Christopher Reeve) - von dessen Leben als Journalist in der Stadt Metropolis, das seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, als er in einem Moment der Not sein berühmtes rot-blaues Cape überzieht und der Welt zum ersten Mal aus Superman erscheint. Spannend, romantisch und witzig (dank Gene Hackmans großartiger Darstellung des Bösewichts Lex Luthor), so großartig kann eine Comicverfilmung sein! Zudem verwirklichte die damalige Produktion aus dem Jahre 1978 ihren Werbespruch: wenn Sie diesen Film sich anschauen, werden Sie glauben, dass der Mensch fliegen kann. Für die damalige Zeit ein wahnsinniger Aufwand für die Specialeffects, weshalb man sich den Film auch heute immer noch gut ansehen kann.


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