Star Trek

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Die Star-Trek-Serie begann in den sechziger Jahren mit der "Original Serie", wie sie heute genannt wird. Die ersten Folgen waren noch ohne Captain Kirk aber bereits mit dem Vulkanier Spock. Der Pilotfilm "der Käfig" waren jedoch ein Flop! Sie wurde 1964 vom Fernsehsender NBC abgelehnt, da eine Frau als erster Offizier und ein Vulkanier, der aussieht wie Satan, dem amerikanischen Publikum nicht zuzumuten seien. Man vermutete weiter, dass kein Mensch diese Serie sehen will, weil niemand daran glauben konnte, dass Menschen in die unbekannten Tiefen des Universums aufbrechen könnten. Dann wurde der erste Mondflug vorbereitet und Neil Armstrong, Kommandant der Apollo 11 Mission, landete 1969 als erster Mensch auf dem Mond. Science Fiction war plötzlich Mitte/Ende der sechziger Jahre (1966-1969) Realität geworden. Ein zweiter Anlauf wurde daher von Gene Roddenberry 1966 gestartet und siehe da, die Serie Star Trek mit James T. Kirk wurde ein voller Erfolg.

Nach 69 Folgen war dann aber erst einmal wieder Schluss, obwohl die Fans bereits eine dritte Staffel ermöglicht hatten, indem sie eine Briefkampagne starteten. Aufgrund mangelnder Einschaltquoten war dann aber 1969 keine vierte Staffel mehr möglich. Durch zahlreiche Wiederholungen in den 1970er Jahren erlangte Star Trek aber weitere Popularität, so dass man 1979 beschloss die Enterprise erneut in dem Kinofilm "Star Trek - der Film" aus der Taufe zu heben. Nun konnten die Kirk-Crew in sechs Kinofilmen erneut ihren Mut und Cleverness unter Beweis stellen. Bis 1993 eroberten sie so den Science-Fiction-Himmel.

Ende der achtziger Jahre tauchte dann die "The Next Generation" Crew auf den Fernsehschirmen in Deutschland auf (1987-1994). Sie spielte 100 Jahre in der Zukunft im 24. Jahrhundert und flog eine Enterprise neueren Datums, die größer und leistungsfähiger war: die USS Enterprise NCC 1701-D. Parallel zu den Kinofilmen taten sich die Star-Trek-Fans anfangs etwas schwer die neuen Gesichter zu akzeptieren. Dies wurde aber sehr schnell anders, so dass 1995 die offizielle Ablösung der alten Crew durch die neue Crew in dem Film "Generations" ermöglicht wurde. Hier sah man William Shatner zum letzten Mal in seiner Rolle des James T. Kirk, zusammen mit Patrick Steward als Picard auf der Leinwand. Nachdem die sieben Staffeln der "The Next Generation" Crew überaus erfolgreich waren, verzichtete man auf eine achte Staffel und zog die Kinioleinwand für weitere Episoden vor. Jetzt konnte die neue Generation im Kino zeigen was sie konnte.

Neben den Filmen kamen jetzt nach Beendigung der Serie "Star Trek Next Generation" (nach 169 Serienteilen!) zwei parallele Serien auf den Fernsehmarkt, die im Star-Trek-Universum spielten: Deep Space Nine und Voyager. Beide Serien hatten mit der Enterprise erst einmal nichts zu tun, spielten aber zur gleichen Zeit wie die "Next Generation" Serie. Während Deep Space Nine (1993-1999) eine Raumstation war, setzte man bei Voyager (1995-2001) lieber wieder auf altbewährtes und spendierte der Crew ein Raumschiff, welches allerdings gleich in der Pilotserie in den Delta-Quadranten verschlagen wurde. Das fehlende Raumschiff in Deep Space Nine wurde allerdings durch die Defiant nachträglich eingefügt, um mehr Action zuzulassen, da die Raumstation alleine für sich zu statisch war. Zusätzlich wurden Charaktäre der Next Generation Enterprise eingefügt (Worf und Miles O'Brien) und eine beschädigte - mehr realistische - Welt präsentiert. Das Konzept ging auf, so dass nach sieben Staffeln und 176 Episoden die Serie erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auch Voyager wurde erfolgreich nach sieben Staffeln und 172 Folgen im Jahr 2001 beendet, nachdem die Besatzung es erfolgreich wieder zurück zur Erde geschafft hatte.

Nachdem auch diese Serien abgeschlossen waren, gab es aufgrund des Erfolges keinen Grund keine weiteren Idee umzusetzen. Die Ur-Enterprise (2001-2005) wurde als neue Serie geschaffen - 100 Jahre vor Captain Kirk und der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Hier wird die Geschichte von Star Trek 100 Jahre nach dem ersten Zusammentreffen mit den Vulkanieren erzählt. Menschen und Vulkanier stehen sich noch sehr kritisch gegenüber - und man hat einen mächtigen Feind aus der Zukunft. Der Pilotfilm versprach einiges, was im Anschluss die Serie leider nicht halten konnte. So brach in der dritten Staffel die Zuschauerquote so stark ein, dass man in der vierten Staffel eine komplette Überarbeitung vornahm, die das frühzeitige Ende nach 98 Folgen aber auch nicht verhindern konnte. So mussten sich die Fans seit 1987 zum ersten Mal auf eine serienfreie Enterprise-Zeit einstellen. Da auch die Kinofilme durch den letzten "Next Generation Enterprise" Film "Nemesis" im Jahre 2002 eingestellt wurden, war unklar, wie es weitergehen würde.

Die Crew um Captain Kirk war in den 1990er Jahren in den Ruhestand getreten, Captain Picard und seine Leute im Jahre 2002, da der letzte Film "Nemesis" fast seine Produktionskosten nicht einspielen konnte. Es mussten also neue Schauspieler und neue Ideen her. Die kam erst im Jahr 2009, indem der elfte Film als Relaunch eine Zäsur gegenüber den bisherigen Filmen darstellte. Er trug den einfachen Titel "Star Trek" und besetzte zahlreiche bekannte Rollen mit neuen, jungen Schauspielern. Die Handlung zeigt Ereignisse vor Beginn von "Star Trek: The Original Series" und damit die Vorgeschichte von deren Hauptfiguren in einer alternativen Zeitlinie. Das neue Abenteuer wurde mit wesentlich mehr Aktion-Spektakel als seine Vorgänger hinterlegt, so dass Kritiker sich eher an Star Wars erinnert fühlten. Der Erfolg gab dem Film allerdings Recht, da er mit 385 Mio. Dollar weltweit mehr Geld einnahm, als alle Star-Trek-Filme zuvor. Auch einen Oscar konnte der Film im Bereich "bestes Make-Up" gewinnen - eine weitere Premiere. Man darf gespannt sein, wie diese alternative Zeitlinie, die letztendlich einen genialen Schachzug darstellte, weiterentwickelt wird.


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